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Riesters Anreizstruktur ist nicht nur durch staatliche Subventionen attraktiv, sondern auch durch konzeptionelle Veränderungen, die die Riester-Rente sukzessive attraktiver gemacht haben. Als wesentliche Änderung kann seit 2008 der volle Betrag der Riester-Ersparnisse für Baukreditverträge oder den Kauf von Immobilien (“Wohnriester”) verwendet werden. Die Immobilie muss direkt vom Riester-Sparer genutzt werden. Im Vergleich zu anderen Sparmöglichkeiten wie Lebensversicherungen können Riester-Ersparnisse nicht verpfändet werden und müssen nicht aufgebraucht werden, bevor ihre Eigentümer Anspruch auf Langzeitarbeitslosengeld oder Sozialhilfe haben. Greift ein Begünstigter vor dem 60. Lebensjahr auf das Riester-Vermögen zu (Anmerkung: bei ab 2012 abgeschlossenen Verträgen: 62), kündigt er einen Riester-Vertrag oder stirbt ohne qualifizierte Erben (d. h. Ehegatte oder Kinder, für die Kindergeld gezahlt werden), müssen bisher alle staatlichen Leistungen (Zuschüsse und Steuerersparnisse) in monatlichen Raten zurückgezahlt werden (“förderschädliche Verwendung”). Riester-Verträge werden daher in der Regel nicht vor der Pensionierung gekündigt. Begünstigte, die ihren Ruhestand außerhalb der EU/des EWR verbringen, müssen die oben beschriebenen Leistungen ebenfalls zurückzahlen. Aufgrund der sehr strengen staatlichen Vorschriften sind zertifizierte Riester-Pensionspläne eine der sichersten Optionen für Altersersparnisse in Deutschland. Seit 2005 dürfen Riester-Sparer 30 Prozent ihrer Ersparnisse in einer Einmalzahlung zum Zeitpunkt der Pensionierung erhalten. Der Rest muss als lebenslange monatliche Rente erhalten werden.

Wer mit Riester in rente, muss mindestens 60 Euro pro Jahr als Grundbeitrag investieren. Um staatliche Zuschüsse in Höhe von 175 € pro Jahr (350 € für Ehepaare) zu erhalten, muss ein Riester-Sparer 4% seines Jahreseinkommens vor Steuern (aber nur bis zu maximal 2.100 € abzüglich Subventionen) auf sein Riester-Konto einzahlen. Wenn er Kinder hat, können weitere 185 € oder 300 € (für Kinder, die nach dem 1. Januar 2008 geboren wurden) erhalten werden. Alternativ können alle Riester-Ersparnisse bis zu 2.100 € (inklusive Subventionen) als Sonderabzug in der jährlichen Einkommensteuererklärung des Arbeitnehmers geltend gemacht werden, wenn dies für den Riester-Sparer rentabler ist als die Subventionen.